Pandemie und Ökologie

Im aktuellen Leitartikel des Bayerischen Ärzteblatts thematisiert Dr. Gerald Quitterer, Präsident der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK), neben den Fragen, ob die Fußballbundesliga – mit Covid-19-Tests – wieder anlaufen und es Lockerungen der Besuchsregeln für die Bewohner von Pflegeheimen geben soll, vor allem das Thema Klimaschutz. Was nicht geschehen dürfe: Ökologie und Pandemie gegeneinander auszuspielen. Quitterer: „Der Corona-Shutdown hat uns fest im Griff. Sicherheitsmaßnahmen gegen die Verbreitung des Virus schränken das gewohnte Leben massiv ein – und das weltweit. Für die Wirtschaft ist das ein Desaster. Der wirtschaftlichen Misere könnte eine ökologische folgen, falls international vereinbarte Umwelt- und Klimaschutzziele bei der ökonomischen Aufholjagd nach der Pandemie hintangestellt werden.

Es würde sich lohnen, sich einmal Gedanken darüber zu machen, wie wir unsere wirtschaftlichen Aktivitäten nachhaltig umgestalten könnten, um unsere vielfältig unser Lebensumfeld zerstörende Produktion zurückzufahren und zugleich Arbeitsplätze in sozial und gesellschaftlich sinnvolleren Tätigkeiten langfristig zu sichern.
Die Gesellschaft werde nach COVID-19 eine andere sein. „Es erscheint mir unmöglich, einfach die Reset-Taste zu drücken und in den früheren Zustand des Jahres 2019 zurückzukehren. Unsere Gesellschaft benötigt vielmehr eine innovative Zukunftsperspektive, bei der multiple Zielkonflikte zu bewältigen sein werden. Wohin muss sich unsere Gesellschaft entwickeln, um künftig krisenfester zu sein?“, fragt der BLÄK-Präsident weiter.

Dafür sollten notwendige Konjunkturhilfen und Investitionspakete auch ökologische Ziele wie die Klimaneutralität fördern.
Mehr zu „Pandemie und Ökologie“ lesen Sie im Leitartikel der Maiausgabe 2020 des Bayerischen Ärzteblatts unter www.bayerisches-aerzteblatt.de.

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