BLÄK unterstützt Anliegen der Uni-Klinikärzte

Ärztinnen und Ärzte, die in den tarifgebundenen Universitätskliniken der Länder beschäftigt und in der Ärztegewerkschaft Marburger Bund organisiert sind, befinden sich am 4. Februar 2020 in einem ganztägigen Warnstreik. In Bayern betrifft das die fünf Universitätskliniken in Erlangen, München (LMU, TU, inkl. Herzzentrum), Regensburg und Würzburg. Am neu umgewandelten Uniklinikum Augsburg fallen die meisten Mediziner noch unter den Tarif der Kommunen (VKA) und nicht der Länder (TdL), sodass die Streikaktivitäten hier eher gering ausfallen dürften.

Den Klinikleitungen aller Standorte hat der Marburger Bund Bayern eine Notdienstvereinbarung angeboten. Die darin zugesicherte Wochenendbesetzung stellt die Versorgung für Notfallpatienten sicher. Bei elektiven Eingriffen und diagnostischen Terminen könnte es zu Verzögerungen kommen.

Die BLÄK erklärt sich solidarisch mit ihren streikenden Kolleginnen und Kollegen und unterstützt deren Forderungen. Kammerpräsident Dr. Gerald Quitterer: „Wir unterstützen die Forderungen nach neuen Bedingungen für die Verlängerung der täglichen Arbeitszeit durch Bereitschaftsdienst“. Vizepräsident Dr. Andreas Botzlar präzisiert: „Zu der angestrebten Reform gehören auch eine generelle Begrenzung der Bereitschaftsdienste und der Dienstwochenenden, eine verlässliche Dienstplangestaltung und eine manipulationsfreie Ar-beitszeiterfassung ohne pauschale und nachträgliche Kappungen der geleisteten Arbeitszeit“.

Weitere Forderungen sind sechs Prozent mehr Gehalt bezogen auf ein Jahr und eine Neuregelung des Zusatzurlaubes für Nachtarbeit.

„Für die Patienten in den betroffenen Kliniken bedeutet der Streik, dass die Versorgung aller Notfälle und dringlichen Eingriffe wie sonst auch am Wochenende oder an Feiertagen gesichert ist. Verzögerungen gibt es bei planbaren Operationen“, so der Präsident.

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